Interview mit David Wellington (New York / USA)

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Hallo David, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast ein paar Fragen von Elements of Crime zu beantworten.

David, in Deinen Romanen schreibst du über Zombies, Vampire und Werwölfe. Wie bist Du auf die Idee gekommen Fantasie und Horror Romane zu schreiben?

Ich wuchs mit dem Lesen von Horror und Fantasie Büchern auf. Meine Mutter las etwa zehn Stück pro Woche. Sie brachte sie immer aus der Bibliothek mit, und wenn sie mit einem Buch fertig war, legte sie es auch auf einen Stapel auf dem Wohnzimmertisch. Ich durfte was ich wollte aus diesem Haufen lesen. Es waren Horror-Romane von Stephen King und Fantasie-Geschichten von vielen Autoren, die gefielen mir am besten. Ich wollte immer mehr Geschichten! Ich konnte einfach nicht genug von ihnen bekommen. Also begann ich meine eigenen zu Schreiben.

Wie entstehen Deine Bücher, setzt Du dich einfach vor Deinen Pc und fängst an zu schreiben? Dafür brauchst Du doch eine sehr gute Fantasie?

Ich beginne in der Regel mit dem Ende eines Buches. Ich will die letzte Szene sehen, den Moment des Höhepunkts. Dann arbeite ich nach hinten, um herauszufinden, wie die Charaktere zu diesem Punkt kommen. Wenn ich mich dann tatsächlich hinsetze um das Buch zu schreiben, beginne ich mit der ersten Seite und arbeite mich bis zum Ende. Ich kenne einige Autoren die Schreiben ein Stück hier, ein Stück da, dann komplettieren sie den Rest später, aber ich muß meine Szenen in chronologischer Reihenfolge zu Ende schreiben.

Du arbeitest als Archivar bei den Vereinten Nationen, wie schaffst Du es dann noch so viel zu schreiben ? Oder bist Du nur noch als Autor tätig?

Eigentlich hat man mich aus dem Job entlassen, kurz nachdem ich meinen ersten Vertrag für ein Buch bekam! So war dann alles vorbei. Dann begann ich vollzeit zu Schreiben, und verdiene damit meinen Lebensunterhalt, und das seit nunmehr vier Jahren.

Deine ersten Romane hast Du in Deinem Internet Blog veröffentlicht. Wolltest Du so auf die Kritik der Leser eingehen, und sie noch besser für den endgültigen Druck zu machen? Oder hast Du gehofft durch die Veröffentlichung in Deinem Blog einen Verlag für Deine Bücher zu finden?

Die Antworten die ich in meinem Blog bekommen habe, haben definitiv geholfen das erste Buch zu veröffentlichen. In Deutschland erschien es als die * Stadt Der Untoten *. Das Buch veränderte sich jedes Mal erheblich wenn ich ein Kapitel schrieb. Jedes mal wenn ich ein Kapitel in das Internet stellte wartet ich die Kritik ab, bevor ich damit begann das nächste Kapitel zu schreiben. Ich wußte wirklich nicht ob es jemals auf Papier kam und veröffentlicht werden würde. Sicherlich hatte ich auch keine Ahnung, dass es jemals in deutscher Sprache gedruckt werden würde, aber natürlich war ich sehr froh darüber dass es passierte!

Mit Deinen Romanen * Der letzte Vampir * und * Krieg der Vampire * bist Du aus dem Stand heraus zum neuen Star der amerikanischen Horror- und Dark-Fantasy-Szene geworden. Was war das für ein Gefühl für Dich?

Ich bin hocherfreut, dass ich so viele Fans in Deutschland habe. Viele Romane, egal wie gut sie in ihrer Muttersprache sind, sind nicht einfach und gut zu übersetzen. Ich war sehr beunruhigt darüber, ob meine amerikanische Sprachweise und Stil in der deutschen Sprache funktionieren würde. Aber ich habe wunderbare Antworten von meinen deutschen Lesern erhalten und mein deutscher Verleger, Piper Verlag, unterstützt mich sehr.

Deine Bücher feiern in den USA, in Deutschland und in vielen Ländern große Erfolge, und bei amazon erhälst du immer gute Rezensionen. Was glaubst Du machen Deine Romane so beliebt?

Ich schreibe Bücher die ich selber gerne lese. Es war schon immer meine Überzeugung, dass wenn das Schreiben an einem Roman Spaß macht, es genauso viel Spaß macht ihn dann zu lesen. Ich schreibe spannende mit Action gefüllte Geschichten, die jeder genießen kann und ich liebe es dieses zu tun.

Deine neuen Werke kann man auch online lesen. Geht Dir da nicht viel Geld verloren?

Ich stelle meine Romane online, wo sie jeder kostenlos lesen kann, und ich somit die große Öffentlichkeit erreiche. Vielleicht findet jemand die Prämisse meiner Arbeit verblüffend, aber will das Buch nicht kaufen. So können sie lesen und meine Geschichte befreien. Wenn sie es mögen, werden sie es ihren Freunden erzählen, von denen dann viele losgehen und das Buch kaufen, weil sie es nicht auf einem Bildschirm lesen wollen. Dazu kommt noch, dass viele Leute die meine Bücher online gelesen haben, sie am Ende doch gekauft haben. Entweder um mich zu unterstützen oder als ein Andenken an eine Geschichte, die sie wirklich genossen haben. Das ist meine bevorzugte Art von Leserinnen und Lesern! Sie zeigen mir dass das was ich schreibe nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Unterstützung wert ist.

 
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