Rezension: (Joe R.Lansdale / Akt der Liebe)

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Kurzbeschreibung:

Tod, Blut und Gewalt sind keine Unbekannten im Fifth Ward, einem berüchtigten Viertel von Houston. Doch die bestialische Hinrichtung einer Prostituierten stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Ein perverser Killer sucht sich gezielt weibliche Opfer aus, um sein Verlangen nach Leidenschaft, Wut, Hass und Rache zu befriedigen. Für die Frauen beginnt ein Leben in ständiger Angst – für den Killer, der sich selbst als »Houston Hacker« bezeichnet, ist es ein Akt der Liebe.

Meine Rezension:

Es ist nicht so leicht den Anfang bei dieser Rezension zu finden, zu sehr beschäftigt einen der Inhalt des Buches und immer wieder hält man inne. Die Story spukt einem immer wieder durch den Kopf, immer wieder die Fragen nach dem warum? Immer wieder die Frage, wie können Menschen zu solch Taten imstande sein? Mit Akt der Liebe ist Joe R. Lansdale ein Wurf gelungen, der wohl noch lange Zeit seines Gleichen suchen wird.

Vielleicht muss ich noch ein klein wenig ausholen, um zu erklären, warum dieser Roman so gut ist und warum er für solch ein Aufregen gesorgt hat. Ein ganz entscheidender Punkt bei diesem Werk ist, der Zeitpunkt an dem es Joe R. Lansdale geschrieben hat. Heutzutage ist es nichts Besonderes über das Thema Sadismus & Nekrophilie zu schreiben, es ist, ich formuliere es mal ausgesprochen krass, allgegenwärtig. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich will das auf keinen Fall verharmlosen und herunterspielen! Aber damals über solch ein Thema zu schreiben, das war eine ganz andere Geschichte. Es war als lehne man seinen Körper fast vollständig aus dem Fenster, um nur darauf zu warten, um aus dem Selbigen gestoßen zu werden. Er war ein Pionier auf diesem Gebiet, war seiner Zeit voraus und setzte sich mit der dunklen Seite des Menschen auseinander, war der Meinung, dass in Jedem etwas Dunkles lauern kann, das nur darauf wartet, hinaus zu treten. Diese Botschaft schickte er mit diesem Werk in die heile Welt der damaligen Leser, die sich nun auch das erste Mal darüber bewusst wurden, dass die hier geschilderten Verbrechen eine Anlehnung an wirklich passierte Fälle waren.
Das ist natürlich nicht alles, was diesen Roman zu einem absoluten Highlight macht. Die Story beginnt von 0 auf 100 in nur wenigen Seiten und bleibt die ganzen 300 Seiten auf der Überholspur. In Sachen Spannung und Tempo gibt es kaum etwas Vergleichbares, zumindest nicht, wenn es um den von Menschen geschaffenen Horror geht. Die Bilder der abscheulichen Taten prasseln unentwegt auf einen ein und die Nackenhaare bleiben permanent in aufrechter Position. Die Verschnaufpausen, die man in vielen Büchern vorfindet, sind hier Fehlanzeige. Das ist kein Werk für Lutscher, oder welche die sich schon vor ihrem eigenen Blut ekeln, denn die Handlungen des „Houston Hackers“ sind ekelhaft und abstoßend. Wer auf Splatter steht, wird hier bestens unterhalten und kommt voll auf seine Kosten.

Um was geht es in „Akt der Liebe„? Inspektor Marvin Hanson und Joe Clark sind Partner im Morddezernat in Houston. Hanson ist ein Schwarzer und ist im schlimmsten Ghetto von Houston (dem Fifth Ward) groß geworden. Verbrechen die in dieser Gegend geschehen, landen alle bei ihm und seinem weißen Partner Clark. So auch der Fall von Bella Louise. Sie wurde von dem Obdachlosen Smokey in einer Gasse gefunden, aufgeschlitzt und ausgeweidet und die Innereien lagen um sie herum verteilt. Das ist der Anfang einer brutalen Mordserie die ganz Houston in Atem hält und die Polizei spürt den Druck im Nacken. Eine Jagd nach dem von der Presse getauften „Houston Hacker“ beginnt.

 
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