Rezension: (Jack Kilborn / Angst)

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Kurzbeschreibung:

Als ein schwarzer Militärhubschrauber in der Nähe von Safe Haven, Wisconsin, niedergeht, einem kleinen Provinznest, ahnt noch keiner der Bewohner das drohende Unheil. Denn die fünf Gefangenen, die nach der Bruchlandung entkommen, sind die grausamsten Massenmörder der Vereinigten Staaten – und sie sind auf dem direkten Weg nach Safe Haven. Ein beispielloses Blutbad beginnt ...

Meine Rezension:

Jack Kilborns Debüt Roman „Angst“ ist keinesfalls etwas für zarte Gemüter, denn den Leser erwartet ein richtiger Horror Schocker. *Angst* ist Genre übergreifend, und somit mehr eine Mischung aus Scott Siglers Science-Fiction Romanen und dem Horror, wie zum Beispiel in Jack Ketchums Beutegier und Beutezeit. Dabei verharmlost auch der Titel dieses Werk ein Stück weit und die im Klappentext erwähnten Schwerstverbrecher, sind keinesfalls einfach „nur“ Schwerverbrecher. Auch ich habe mich vom Titel und dem Klappentext in die Irre führen lassen, denn ich erwartete einen Thriller. Das war aber nicht weiter schlimm, da ich absolut positiv überrascht wurde. Wer auf Horror steht, ich zähle mich natürlich dazu, kommt bei diesem Werk voll auf seine Kosten. Angst legt schon ab der ersten Seite richtig los, und hält die ganzen 400 Seiten das hohe Level an Action, Brutalität und Tempo, und die Story liest sich schneller als eine Stenotypistin schreibt. Die linke Gehirnhälfte leistet Schwerstarbeit, um die rasch hintereinander folgenden Informationen verarbeiten zu können, die durch das schnelle Lesen darauf einprasseln, und das Stammhirn kämpft mit aller Macht darum, die Atmung des Lesers aufrecht zu erhalten. Kilborn packt den Leser am Schopf und wirft ihn hinein, hinein in die Kleinstadt Save Hafen, um das dort vorherrschende Grauen hautnah mitzuerleben. Leser mit einem empfindlichen Magen sollten lieber die Finger von diesem Werk lassen, denn hier wird nichts verharmlost, nichts schön geredet oder seicht umschrieben. Auch ein beklemmendes Gefühl in der Brust und Herzschmerz sind vorprogrammiert, obwohl ich denke, dass er sich anders äußert als vielleicht bei *Rosarot in Seattle* und *Flammende Versuchung*.
Natürlich ist Angst kein literarischer Hochgenuss und man darf nicht jedes Wort und jeden Handlungsstrang auf die Goldwaage legen und nach einer logischen Erklärung suchen, aber das ist ja nicht das erklärte Ziel beim Horror. Vielmehr soll er Angst, Gänsehaut und Unbehagen erzeugen, und das funktioniert hier nach meinem Empfinden wirklich sehr gut. Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten gefühlt.

 
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