Rezension: (Richard Laymon / Furien)

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Kurzbeschreibung:

Ein Kinobesuch wird für Marty zum schlimmsten Albtraum, als sie den Kerl sieht, der hinter ihr sitzt. Willy – der Mann, der vor zehn Jahren in ihre Wohnung einbrach und sie vergewaltigte. Er ist raus aus dem Gefängnis. Er ist auf der Jagd nach ihr. Willy ist eine Furie …

Furien – ein Kurzroman und 12 weitere Begegnungen mit dem Grauen.

Meine Rezension:

Furien von Richard Laymon ist mal etwas ganz anderes, denn eine Story-Sammlung von ihm, ist meines Wissens bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht worden. Das war für mich der Hauptgrund, mich auf dieses Werk einzulassen und der Veröffentlichung entgegen zu fiebern. Da ich mittlerweile 12 Romane von ihm gelesen habe und auch aus eigener Erfahrung weiß, dass auch er nicht nur klasse Ware abliefert, war ich natürlich umso gespannter auf Furien.
Das gespannt sein hat sich ausgezahlt und ich wurde nicht enttäuscht, denn schon das Vorwort von Dean Koontz über die Person Laymon und das befreundet sein mit der Familie Laymon war ein Genuss und eine gute Einleitung.
Mit Furien ist ihm wirklich ein gutes- und vor allem abwechslungsreiches Werk gelungen. Das war endlich wieder Laymon in Höchstform, verschiedenartig vom Inhalt der Storys und den Schauplätzen, mit wahnwitzigen- und extrem kranken Dialogen zwischen den Figuren und Charakteren, denen man im wahren Leben nur mit einem Lächeln und vielleicht einem Bürgersteig wechseln begegnen würde. Das ist Laymon sein unverwechselbarer Stil, direkt, gerade aus und mitten ins Gesicht. Es gibt kein links und kein rechts, keine Schublade in die er passt und auch wenn er oft kritisiert wurde und noch immer wird, blieb er seiner Linie immer treu und spaltet mit seinen Werken noch immer die Lesergemeinde. In Furien zeigt Laymon dem Leser seine ganze Klasse, in dem es vor Sex, Gewalt, schwarzem Humor und dummen Figuren nur so trieft. Man fragt sich während des Lesens immer wieder, mit einem Grinsen im Gesicht, wie die Figuren mit ihrer doch teilweise, extremen Naivität im realen Leben zureckt kommen würden. Klare Antwort, ich denke mal gar nicht. Das aber ist ja das Schöne bei der Fiktion, sie lässt dem Autor und dem Leser alle Möglichkeiten offen und der Fantasie somit freien Lauf.

Furien besteht aus einem Kurzroman und 12 weiteren Kurzgeschichten. Alle Storys sind unabhängig voneinander und können somit in beliebiger Reihenfolge gelesen werde. Jede Story ist mit verschiedenen Charakteren ausgestattet und jede für sich ist ein Lesegenuss. Wer Spaß an Sex, Gewalt, schwarzen Humor und schrägen Dialogen in Büchern hat, darf sich Furien nicht entgehen lassen und er wird es lieben.

 
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