Rezension: (F.Paul Wilson / Die Gabe)

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Kurzbeschreibung:

Dr. Alan Bulmer ist Arzt aus Leidenschaft und seine Patienten mögen ihn sehr. Als er auf mysteriöse Weise durch die Berührung eines sterbenden Landstreichers die Gabe erhält, Menschen durch Handauflegen zu heilen, scheint all das möglich, was er jemals in seinem Leben anstrebte. Aber die vermeintlich segenreiche Gabe hat ihre Schattenseiten, denn verzweifelte Menschen, denen die Medizin nicht mehr helfen kann, sind zu allem fähig – und auch die Gabe fordert ihren Preis: Dr. Bulmers Traum wird zum unheilvollen Albtraum ...

Meine Rezension:

Die Gabe ist ein Werk aus dem Adversary-Zyklus, in dem F. Paul Wilson den Kampf der Menschheit gegen das Böse beschreibt. Die Gabe und die Gruft kann man in beliebiger Reihenfolge lesen, aber spätestens dann, sollte man erst Erweckung, Angriff und dann Nightworld lesen. Die Gabe war mein erster Roman von F. Paul Wilson und auch mit Sicherheit nicht mein Letzter. Von der ersten Seite an mag man die Charaktere, vor allem Alan, Sylvia und Ba. Obwohl er ihnen nicht zu viel Farbe einhaucht, fällt es einem leicht sie zu mögen und sie durch die Story zu begleiten. Man merkt deutlich, dass F. Paul Wilson den Schwerpunkt nicht auf die Ausstattung der Figuren gelegt hat, wie man es oftmals in anderen Romanen vorfindet. Ich mag es eigentlich, wenn die Figuren und die Schauplätze etwas ausgeschmückter sind, weil es mir dann leichter fällt mit ihnen umzugehen, aber hier fällt das etwas „weniger ausgeschmückte „ nicht ins Gewicht. Er hat eine perfekte Mischung gefunden, nicht seitenlang auf jedes Detail einzugehen, aber auch nicht zu oberflächlich zu sein. Es geht um die Gabe, das ist das Ziel und nicht die Frage, welche Blume welche Farbe hat. Des Weiteren verwendet er kurze, präzise und einfache Sätze, nicht diese endlosen Schachtelsätze. Das macht natürlich ein zügiges Lesen möglich und man kommt nicht nach jedem fünften Satz aus der Story raus, weil man ihn noch einmal lesen muss. So bleibt das Tempo und die Spannung hoch und der Lesespaß geht nicht verloren. Was natürlich auch nicht fehlen darf, der Liebes-Aspekt. Na klar gehört in solch ein Werk auch ein gewisse Portion Romantik und Liebe, aber auch das ist ein Punkt warum man die Figuren hier so gern mag, sie sind nicht die „Übermenschen“, wie sie immer wieder in anderen Büchern auftauchen, die keine Schwächen haben. Die Protagonisten in „ Die Gabe „ haben sehr wohl Schwächen, sind verletzlich und vielleicht mehr als ihnen eigentlich gut tut. Das alles zusammen hat „Die Gabe„ für mich zu einem absoluten Vergnügen gemacht.

Dr. Alan Bulmer ist ein Arzt mit Leib und Seele. Er liebt seinen Job, seine Praxis und die Nähe zu seinen Patienten. Für ihn ist die körperliche Nähe noch sehr wichtig, das Abhorchen und das Gespräch sind unabdinglich für ihn, und nicht nur das Verschreiben von Medikamenten. Das ist seine Welt, in der sogar seine Frau erst ein Stück weit dahinter kommt. Neben seiner Praxis arbeitet er auch in der Notaufnahme im Krankenhaus von Monroe auf Long Island. Eines Tages wird er in dieser, von einem alten Mann, der auf einer Trage liegt, mit den Worten „ Sie sind derjenige „angesprochen. Nach Information der Schwester sei der Mann gekommen um zu sterben. Alan erkannte diesen Mann, er war ihm vor kurzem auf der Strasse begegnet, als dieser ihm schon einmal sagte, dass er der derjenige sei und mit ihm reden müsse. Er beachtete ihn und die Worte nicht und fuhr weiter. Nun aber lag er im Krankenhaus und Alan ging zu ihm und roch, dass der Mann nach Alkohol stank und wie ein Obdachloser aussah. Dennoch schüttelten sie einander die Hände. Ein Gefühl wie ein elektrischer Schlag durchfuhr ihn und er stürzte nieder, der alte Man aber war tot und niemand wusste was geschehen war. Als er später eine kleine Patientin in seiner Praxis behandelte, die auf einem Ohr nicht hören konnte, bekam er wieder ein elektrisches Gefühl im Arm, es durchzuckte ihn bis in das Mädchen hinein. Das gleiche geschah beim Behandeln einer Krebskranken Frau am selben Tag. Unter Schock stehend bemerkte er, dass alle Symtome bei den Patienten verschwunden waren. Was war geschehen, wie konnte das sein? War er ein Heiler? Die Geschehnisse sprachen sich schnell herum und ihm blieb die Frage, war diese Gabe wirklich ein Geschenk? Wie weit gehen schwerkranke Menschen, die eigentlich keine Hoffnung mehr haben? Ein klasse Thriller, mit einer großen Portion Fantasy im Gepäck erwartet den Leser.

 
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