Rezension: (Jeff Strand / Grabräuber gesucht)

CSS Template
CSS Template

Kurzbeschreibung:

Andrew Mayhem ist ständig knapp bei Kasse. Da erscheinen 20.000 Dollar für ein paar Stunden Arbeit als wahres Himmelsgeschenk - auch wenn er dafür einen Sarg ausgraben muss! Statt abzukassieren gerät Andrew jedoch ins Fadenkreuz eines wahnsinnigen Killers. Um sich und andere zu retten, muss er auf eigene Faus termitteln.

Meine Rezension:

Jeff Strand steht allem Anschein nach für unglaublich gute Situationskomik, denn was seine Figuren leisten – zumindest in „ Grabräuber gesucht“ - ist das BESTE was ich seit langem gelesen habe.

Um bei den Figuren zu bleiben, sie besitzen einfach einen unglaublich hohen Spaßfaktor, haben eine – absolut zum Roman passend – einfache und klare Sprache, die einem in vielen Situationen die Mundwinkel in Richtung Ohren treibt. Die Dialoge zwischen den Figuren Andrew und seiner Frau Hellen, seinen Kindern und dem Kumpel Roger sind göttlich, und bestückt mit sehr viel Wortwitz. Hinzu kommt, dass Andrew ohne seine Frau eigentlich kaum lebensfähig wäre, was sich in der Geschichte immer wieder zeigt und lustig von ihm selbst, in der „ersten“ Person umschrieben wird.

Die Story an sich ist im Gegensatz zu den Figuren nicht ganz so stark – drängt sich nicht so sehr in den Vordergrund - und kommt im Vergleich zu ihnen etwas schlechter weg. Für meinen Part hat ein Hauch an Spannung gefehlt, und hat mich deshalb auch nicht so sehr gefesselt, wie ich es erhofft hatte. Auch die Gestaltung der Schauplätze und der gesamten Szenerie bietet durchaus Luft nach oben, und ein klein bisschen mehr Farbe hätte der einen oder anderen Passage gut getan.

„Es erweckt zumindest den Anschein, als sei der Fokus hauptsächlich auf die Charaktere gerichtet.“

Trotz allem ist sie aber durchaus lesenswert, denn sie nimmt – ich glaube niemand hätte zu Beginn damit gerechnet – eine völlig andere, extrem krasse Wendung, in der Gewalt und Brutalität groß geschrieben werden. Diese, natürlich gewollte 180 Grad Kehre, verleiht der Story einen echten Kick, tut ihr richtig gut und zieht alles vorher Gedachte auf links. Aufgrund dessen fühlt man sich im Laufe der Geschichte immer mehr an die Horror-Reihe von SAW erinnert, mit der Ausnahme, dass die Hauptfigur Andrew – vorsicht Spoiler - nicht in Gefangenschaft ist, sondern mit Prüfungen versuchen muss, Menschen auf der Gewalt eines Irren zu befreien.

Mein Fazit: „Wer extrem lustige Figuren-, urkomische Dialoge- und Situationskomik mag, der sollte „Grabräuber gesucht“ unbedingt lesen. Auch wenn die Story vielleicht nicht ganz so überzeugend ist – man bei einem Kopfsprung, aufgrund des geringen Tiefgangs nicht besonders weit eintauchen würde - ist sie dennoch dem guten und gesunden Mittelmaß zuzuordnen. Aufgrund dessen lege ich sie im Bereich „leichtere Kost“ ab, weil sich nicht lange im Gedächtnis haften bleibt, aber für sehr gute, kurzweilige Unterhaltung sorgt.“

 
css template ad