Rezension: (Richard Laymon / Das Inferno)

Kurzbeschreibung:
Ein schweres Erdbeben erschüttert Los Angeles. Im darauf folgenden Chaos versucht
Clint, zu seiner Familie zurückzukehren. Mit der cleveren Em muss er sich der plündernden
und mordenden Horden erwehren, die L. A. heimsuchen. Er muss sich beeilen, denn seine Frau
ist unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet – und ihrem psychopathischen Nachbarn Stanley hilflos ausgeliefert.
Meine Rezension:
Richard Laymon stellt seine Charaktere wie immer relativ flach und einfach gestrickt da.
Sie sind meistens sehr naiv und zuweilen auch sehr dumm. Ihr Verhalten und Handeln ist
oftmals völlig realitätsfremd und nicht nachvollziehbar. Das Thema Sex und brutalste Gewalt
spielt natürlich auch hier eine wichtige Rolle, wie auch schon in seinem anderen Werken.
Aber genau diese ganzen Eigenschaften sind es, die die Fans an seinen Büchern lieben.
In „ Das Inferno „ geht es vordergründig um das Verhalten der Zivilisation nach einer verheerenden
Katastrophe und um die Familie Banner, die am Tag des großen Erdbebens in L.A, in drei verschiedenen
Handlungssträngen ums Überleben kämpft. Natürlich führt Laymon diese Handlungsstränge am Ende des Buches zusammen.
Zum Einen ist es Sheila Banner, die in ihrem verschütteten Haus, eingeklemmt von Balken in der Bandewanne liegt,
mit der sie durch die Zimmerdecke nach unten durchgebrochen ist und von einem perversen Nachbarn bedroht und gequält
wird. Des Weiteren gibt es noch ihren Mann Clint Banner, der sich mit einem 13 jährigen Mädchen Namens Em und einer
Frau Namens Mary, zu Fuss durch die Straßen von seiner Arbeit nach hause kämpft. Zu guter letzt ist da noch die
Tochter Barbara, die das Erdbeben in einem Fahrschulwagen erlebt und sich dann mit drei Freunden auf den Weg zurück
zu Ihrer Schule macht. Klingt harmlos und einfach, ist es aber nicht. Schon kurz nach der Katastrophe gerät das
Zivilleben völlig außer Kontrolle und die Bewohner drehen durch. Plünderer und Kannibalen ziehen durch die zerstörten
Straßen von L.A. und lassen nackte und skalpierte Menschen auf den Straßen zurück. Für die Familie Banner beginnt
ein nicht endender Albtraum...
Das Inferno ist in jedem Fall ein Roman für eingefleischte Laymon Fans. Wer dieses Buch als erstes seiner
Werke liest, wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein und es vielleicht auch nicht bis zum Ende lesen.
Selbst dem eingefleischten Laymon Fan, dürften einigen Passagen zu skurril erscheinen.
