Rezension: (Paul Cleave / Die Totensammler)

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Kurzbeschreibung:

Christchurch befindet sich im Ausnahmezustand: Mehrere junge Frauen sind spurlos verschwunden. Hat die totgeglaubte Mörderin Melissa X, die die Metropole schon einmal heimsuchte, erneut zugeschlagen? Detective Schroder bittet den frisch aus der Haft entlassenen Ex-Cop Theo Tate um Hilfe. Es beginnt eine schweißtreibende Jagd. Ein neuer Serienkiller hat die Bühne betreten, und seine Taten stellen alles Dagewesene in den Schatten.

Meine Rezension:

Der in meinen Augen beste Roman von Paul Cleave. Er übertrifft hiermit noch seinen Debüt-Roman „Der siebte Tod“, und das war ja wirklich ein ganz starkes Erstlingswerk. „Die Totensammler“ ist eine Mischung aus Psychothriller und einem Thriller der härten Gattung, der weder langatmig ist, noch nur öde Polizeiarbeit beinhaltet.

Es ist eine gute Mischung aus alldem was ein Thriller-Fan erwartet, mit packenden- und Haare aufstellenden Elementen, und einer extra großen Portion Gewalt. Gleichzeitig ist er aber auch mit vielen spaßigen und wirklich kranken Dialogen zwischen dem Psychopathen Adrian und dem Soziopathen Cooper-, und den beiden Protagonisten Theo Tate und Schroder gespickt. Gepaart mit den kurzen, knackigen Kapiteln und der angenehmen Sprache, verleihen sie dem Roman das gewisse etwas. Paul Cleave schafft es mit dieser Mischung, dem Leser das ein oder andere Mal ein Lächeln zu entlocken, obwohl es bei der Story eigentlich nicht viel zu lächeln gibt.

Besonders die Figuren Theo und Adrian sind ihm perfekt gelungen, und so freut mich man sich immer wieder, wenn man den einen Handlungsstrang verlässt, um mit dem anderen fortzufahren. Zum einem begleitet man den „rechtschaffenden“ Theo im Kampf gegen das Böse, und zum anderen Adrian, den Psychopathen, der in seiner Welt jenseits von Gut und Böse lebt. Die zwei Stränge werden mehr oder weniger von den beiden Figuren angeführt, wobei man Theo in der „Ich„ Form-, und Adrian in der „dritten“ Person durch die Geschichte begleitet, in der die Gewalt regiert. Eine Story, in der nicht nur irrer Serienmörder sein Unwesen treibt, wir ihr schon weiter oben lesen konntet, und die natürlich zum Ende hin zusammenläuft.

Zur Story: Theo Tate, den die aufmerksamen Leser aus allen vorangegangen Romanen kennen, inklusive seinem Ex Partner Schroder, bekleidet auch hier wieder die Rolle des „gesetzestreuen Bürgers“ (mit einem zwinkerndem Auge). Leider hat der Ex-Cop nun aber auch noch seine Lizenz als Privatdetektiv verloren, weil er 4 Monate ins Gefängnis musste. Eingebrockt hat er sich den Knast, weil er betrunken einen Unfall verursachte, bei dem ein 17 jähriges Mädchen schwer verletzt wurde, die sich aber Gott sei dank wieder erholte. Nun wird sie vermisst und ihr Vater steht plötzlich vor seiner Tür und bitte ihn sie zu finden. Ein schlechtes Gewissen, der Druck den der Vater auf ihn ausübt – er hat ihm das nie verziehen – bringt ihn schließlich dazu, sich darauf einzulassen. Ein aber denkbar schlechter Zeitpunkt, denn erst heute Morgen ist er aus dem Gefängnis entlassen worden und auch Schroder, sein Ex Partner, der ihn aus dem Gefängnis abholt wartet schon mit einer Bitte auf ihn. Zu dem Zeitpunkt weiß er nicht auf was er sich einlässt, doch innerhalb kürzester Zeit gerät er selbst in das Visier von einem Sozio- und einem Psychopathen, denen nicht nach Spaß zu zumute ist.

Cleave nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das „kaputte“ Christchurch, das, wenn man die Story so liest, einem Irrenhaus gleicht. Natürlich ist auch in dieser Stadt nicht alles schlecht, und er findet immer wieder die Möglichkeit, dem Leser auch die schönen Seiten seiner Heimatstadt nahe zu bringen. Für mich als Thriller-Fan ist es ein absolutes „must read“, und ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen. Freut Euch auf alte Weggefährten aus vorangegangenen Romanen Paul Cleaves, die immer wieder eine kurze Gastrolle bekleiden, und somit nie ganz in Vergessenheit geraten.

 
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