Rezension: (Keith Ablow / Psychopath)

Kurzbeschreibung:
Mindestens vierzehn Menschen hat der „Highway-Killer“ bereits auf dem Gewissen, und noch immer tappt das FBI im Dunkeln. Frank Clevenger, Psychologe mit besonderem Gespür für die dunklen Seiten der menschlichen Seele, soll den Beamten helfen. Aber je weiter er in die Psyche des Täters vordringt, desto gefährlicher wird es für ihn selbst …
Meine Rezension:
C'est l'exception qui confirme la règle würden die Franzosen sagen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Denn wer konnte schon ahnen, dass das Jahr 2010 mit dem besten Thriller des Jahres ( Nimmermehr von Sophie Hannah ) endet, und das Jahr 2011 mit einem Psychothriller beginnt, von dem ich jetzt schon weiß, dass er sich ganz weit oben auf meiner Hitliste ansiedeln wird, auch wenn er schon im Jahr 2008 veröffentlicht wurde. „Psychopath“ von Keith Ablow bringt alles mit, was ich als Leser von einem Psychothriller erwarte. Man merkt sofort, dass Keith Ablow neben seiner Arbeit als Schriftsteller, auch als Psychiater & Psychologe tätig ist, und für die Gerichtsmedizin arbeitet. Er weiß genau worüber er schreibt und schafft es so, eine unglaubliche Spannung aufzubauen, und den Leser ganz tief in die menschlichen Abgründe hineinzuführen. Die Beschreibung der Handlung, der Verbrechen und der gesamten Szenerie ist ihm sehr gut gelungen, ebenso die explizite Darstellung der Psyche der beiden Hauptfiguren. Denn aufgrund früherer Erlebnisse, spielen die emotionalen Konflikte der beiden eine entscheidende Rolle. Frank Clevenger als „gute“ Figur, und auch Jonah Wrens als „böse“ Figur, sind äußerst lebendig und man taucht förmlich in sie hinein, sieht und erlebt die Story durch ihren Augen. Es macht ungeheuren Spaß, die beiden durch die Geschichte zu begleiten, in der Clevenger zusätzlich noch mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat und Wrens, in seiner eigenen kranken und völlig verdrehten Welt gefangen ist, fernab der Realität. Ein Muss für jeden
Psychothriller Fan.
„Psychopath“ ist der zweite Roman in der Reihe um den forensischen Psychologen Frank Clevenger, der auch schon in „Infam“ und auch in den folgenden Werken „Ausgelöscht“ und „Der Diener Gottes“, die Rolle des Hauptprotagonisten bekleidet.
Die Story spielt in Chelsea (Massachusetts), in der Stadt, in der Keith Ablow auch selbst in einer eigenen Klink als forensicher Psychiater praktizierte. Der Hauptprotagonist in diesem Roman ist der forensische Psychologe Frank Clevenger, den das FBI in dem „Highwaykiller-Fall“ um Hilfe bittet, der seine Opfer achtlos mit durchgeschnittener Kehle und unweit vom Highway liegen lässt. Schon mindestens 14 Menschenleben, verteilt auf mehrere Bundesstaten, gehen auf seine Rechnung. Da Frank Clevenger kein Unbekannter auf seinem Gebiet ist, er hat bei einem Kindsmord in der Villa einer Milliardärsfamilie, den unschuldigen Bruder des getöteten Mädchens vor dem Gefängnis bewart, machte er sich auch beim FBI einen Namen. Er lässt sich zu diesem Unterfangen, dem FBI auf der Jagt nach dem Killer zu helfen, mehr oder weniger überreden und merkt schnell, dass es sich immer mehr zu einem persönlichen „Kampf“ zwischen ihm und dem Killer entwickelt, bei dem seine eigene Vergangenheit Stück für Stück in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Ein geniales Katz- und Mausspiel zwischen Gut und Böse beginnt, nur dass es hier um Leben und Tot geht.
