Rezension: (Tim Weaver / Totgesagt)

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Kurzbeschreibung:

Man sagt, der Tod sei nicht das Ende. Aber manchmal wäre es besser so ... Vor sechs Jahren verschwand Mary Townes Sohn Alex spurlos. Fünf Jahre später tauchte er wieder auf – tot, in einem ausgebrannten Autowrack. Nun, ein Jahr nach dem Fund der Leiche, behauptet Mary, sie hätte Alex gesehen. Sie bittet David Raker, der auf die Suche nach Vermissten spezialisiert ist, den Fall noch einmal aufzurollen. Raker findet bald heraus, dass Alex ein paar dunkle Geheimnisse hatte, die nicht ans Licht kommen dürfen – und dass es Leute gibt, die über Leichen gehen, um diese Geheimnisse zu bewahren

Meine Rezension:

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt und mir das Cover ansah, bemerkte ich den Aufkleber „Krimi des Monats „. Ich als eingefleischter Thriller- und Horror Fan mit einem Krimi in der Hand und mein erster Gedanke war, das geht ja gar nicht. Als nächstes dachte ich an Tatort, Siska, der Alte, Polizeiruf 110, der Kriminalist, Soko Leipzig und wie sie alle heißen. Ich bin an einen „gleich am Anfang passiert ein Mord und ab dem Zeitpunkt werden nur noch Fragen von dem Ermittler gestellt, Zimmer und Gegenstände nach Beweismitteln durchsucht“ Krimi geraten! Gäääähn, das kann ja was werden. Ich wollte es eigentlich nach ca. 70 Seiten beiseite legen, weil ich das Gefühl hatte, mich mit einem über 400 Seiten andauernden Ausfrage-Marathon auseinander setzen zu müssen. Aber weit gefehlt, kurze Zeit später nahm die Story richtig Fahrt auf und entwickelte sich zu einem packenden Thriller, der an Tempo kaum zu überbieten ist. Ich nehme alles zurück, was mir am Anfang durch den Kopf gegangen ist, denn Tim Weaver versteht es, den Leser immer wieder glauben zu lassen, er sei auf der richtigen Spur und verstehe nun die Zusammenhänge. Das ist natürlich ein Irrglaube, denn so schnell wie sich das Gefühl von Verständnis beim Leser breitmacht, so schnell nimmt er es ihm auch wieder. Der Leser begleitet David in der "Ich" Form geschriebenen Story, durch die menschlichen Abgründe auf der Suche nach der Wahrheit. „Totgesagt“ ist ein Puzzle, welches aus unendlich vielen Teilen zu bestehen scheint, und das sich erst am Ende der Story zu einem ganzen zusammen fügen lässt.

David Parker ist ein ehemaliger Journalist, der nach der schweren Erkrankung seiner Frau Derryn, seinen Job aufgegeben hat um näher bei ihr zu sein. Auf Anraten seiner Frau spezialisiert sich David auf die Suche nach vermissten Menschen. Nach dem Tod von Derryn dümpelt er ein Jahr lang vor sich hin, bis ihn eine ehemalige Arbeitskollegin seiner Frau aufsucht und ihm berichtet, sie hätte ihren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Sohn gesehen, der vor einem Jahr passierte. Das kuriose dabei, vor diesem Unfall galt ihr Sohn Alex schon seit 5 Jahren als vermisst! Im ersten Moment weiß er nicht was er davon halten soll und zweifelt an ihrem Geisteszustand, aber nach ein paar Tagen sagt er ihr zu, sich um diese verrückte Geschichte zu kümmern. Auf was er sich dabei einläßt, daran hätte er nicht in seinen schlimmsten Träumen gedacht. Seine Arbeit wird ab der ersten Minute an behindert und er merkt schnell, auf was für dünnem Eis er sich bewegt und das alles aus dem Ruder zu laufen scheint. Was wird hier gespielt und wer will verhindern, dass David etwas über Alex und sein Verschwinden erfährt? Wer will die ganze Angelegenheit auf sich beruhen lassen, und was für eine Rolle spielt die Kirche dabei und was hat der Berg Calvarius ( Golghata) damit zu tun, der Berg auf dem Jesus gekreuzigt wurde? Eine brutale Suche auf Leben und Tod beginnt.

 
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