Rezension: (Richard Laymon / Vampirjäger)

Kurzbeschreibung:
Zehn Jahre hat Sam vergeblich nach seiner Jugendliebe Cat gesucht, und jetzt steht sie plötzlich vor der Tür. Und sie hat ein Problem: Nacht für Nacht wird sie von einem Vampir heimgesucht. Cat bittet ihn, den Blutsauger zu töten – aber Sam muss sich beeilen, denn es ist bereits kurz vor Mitternacht.
Meine Rezension:
Ich möchte am Anfang der Rezension einmal kurz die Aufmachung des Buches erwähnen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube es ist ein Paperback? Richtig gute und erstklassige Verarbeitung, sehr robust und formstabil. Für einen Sammler auf jeden Fall ein Highlight und MUSS. Der Festa Verlag hat bei Herstellung dieses Buches ganze Arbeit geleistet.
Nun zur Rezension:
Auf der Rückseite, unter dem Klappentext (der viel mehr verspricht als er hält), steht noch ein Absatz. „ Dies ist garantiert der ungewöhnlichste Vampir-Roman, der je geschrieben wurde. Ein Mix aus Blut, Erotik und schwarzem Humor.“ Diesen Absatz kann ich natürlich nicht unkommentiert lassen.
Ich bin mir nicht so ganz sicher was die Aussage bedeutet und worauf sich zum Beispiel „ ungewöhnlicher Vampir Roman „ bezieht. Ungewöhnlich vielleicht, weil es der langweiligste Vampir Roman ist? Ich glaube schon, zumindest fällt mir dazu nichts anderes ein.
Was wirklich stimmt, es ist ein Mix aus Blut, Erotik und schwarzem Humor. Aber reicht das wirklich aus, um daraus einen guten, oder sogar einen erstklassigen „Vampir- oder Horror Roman„ zu machen? Ich denke nicht. Ich erwarte von Laymon keinen literarischen Hochgenuß, aber zumindest sollten eine Menge spannende Elemente vorhanden sein, dazu eine Atmosphäre, die es einem fast unmöglich macht, weiter zu lesen, aber es einem die Neugier auf das Kommende nicht erlaubt, es aus der Hand zu legen. Die Nackenhaare müssen sich aufstellen, die Spannungsbögen müssen so aufgebaut sein, dass es eine wilde Geisterbahnfahrt mit Loopings und Passagen ist, bei denen auf und ab geht. Das ist für mich Horror. Aber genau das alles fehlt mir im „ Vampirjäger“, es plätschert dahin, man baut keinen Bezug zu den Charakteren und der Umgebung auf und man wartet eigentlich nur darauf, dass man die 445 Seiten bald hinter sich gebracht hat, so böse das auch klingt. Na klar gehören auch ein paar ruhige Phasen dazu, um dem Leser die nötige Erholung zu gönnen, aber nur ruhige Phasen…..das funktioniert nicht.
Vielleicht hätte sich Richard laymon doch mehr auf das Altbewährte verlassen sollen, denn für meinen Teil beinhaltet die Story auch einfach zu viele Liebeselemente, ein paar sind gut, doch zu viele machen aus der Geschichte eine Schnulze, und das ist hier in meinen Augen der Fall. Mit einem Vampir Roman hat die Geschichte spätestens ab der Hälfte nichts mehr zu tun, sie driftet immer mehr in Richtung Liebesgeplänkel ab, gepaart mit einigen Gewaltszenen. Richard Laymon ist bekannt dafür, dass es oftmals in seinen Romanen um blanke Gewalt und schonungslosen Sex geht, aber das hier ist des Guten zu viel. Teilweise hatte ich das Gefühl eine Lovestory zu lesen. Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden und ich will auch keinem dieses Buch mies machen. Ich spreche nur für mich und für meinen Teil ist dieses Werk ein klares „ no go“.
Zur Story: Eines Nachts klingelt es bei Sammy an der Haustür. Als er aufmacht steht Cat vor ihm, seine Jugendliebe, die er das letzte Mal vor 10 Jahren gesehen hat. Sie fragt ihn ob er ein paar Sachen einpacken kann, um ein paar Tage aus dem Haus zu bleiben, und ihr bei der Tötung eines Vampirs zu helfen, der sie seit einem Jahr regelmäßig besucht und mißbraucht. Er zögert natürlich und wittert seinen Chance auf die große Liebe...
