Rezension: (David Moody / Im Wahn)

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Kurzbeschreibung:

Danny McCoyne ist ein ganz normaler Mann. Er hat einen Job, den er nicht sonderlich mag, und eine Familie, die ihm nicht nur glückliche Momente beschert. Jeden Morgen geht er etwas widerstrebend zur Arbeit und kehrt zur nächsten Familienkrise pünktlich nach Hause zurück. Doch eines Morgens wird er plötzlich Zeuge eines grausamen Vorfalls. Ohne Vorwarnung und scheinbar ohne Grund stürzt sich ein Mann auf eine alte Frau und prügelt sie zu Tode. Kurz danach läuft er Amok und attackiert jeden, den er fassen kann. Danny ist geschockt, doch schon bald hört er von mehreren Fällen dieser Art. Immer häufiger muss er sich und seine Familie vor brutalen Totschlägern in Sicherheit bringen. Und auch in den Medien wird vor den sogenannten „Hassern“ gewarnt. Besonders gefährlich ist, dass man sie nicht vorher erkennen kann. Hasser sind ganz normale Menschen, die von einem Moment auf den anderen dem Wahn verfallen und wahllos töten. Es kann jeden treffen: Kinder wenden sich gegen ihre Eltern, Frauen gegen ihre Ehemänner, Nachbarn gegen Freunde. Es ist wie ein Virus des Hasses, das jeden infiziert. Schon bald werden aus einigen hundert Vorfällen tausende, und keiner weiß, wie die Welle der Gewalt zu stoppen ist. Noch schlimmer, niemand weiß, ob er nicht selbst zum Mörder wird. Das weiß auch Danny. Lange schafft er es, seine Familie zu schützen, doch dann passiert das Unfassbare

Meine Rezension:

„Im Wahn„ ist der erste Roman einer Trilogie, der zweite ist soeben unter dem Titel „Todeshunger„ erschienen, die er neben der „Herbst-Serie“ schreibt. Als erstes fiel mir der Titel auf, der mich etwas verwirrte und nachdem ich das Buch gelesen hatte, wusste ich auch warum, er passt nicht zum Inhalt. Im Original heisst es „Hater“ ( Hasser) und das passt perfekt, denn so werden die Menschen im Buch genannt, die die brutalen Attacken auf die Mitmenschen verüben. Sie handeln nicht im Wahn, sondern sind sich ihrer Taten im vollen Umfang bewusst. Daher meine Frage, wie kommen die Verlage dann auf solche Titel?
Wer David Moody kennt, sich mit ihm beschäftigt hat, oder schon das ein- oder andere Werk von ihm gelesen hat, der weiß, dass er sich mit Vorliebe den apokalyptischen Szenarien widmet. David Moody ist der Meinung, dass viele Menschen nur von einem Tag in den anderen leben und denken, dass alles was sie haben und alles um sie herum unbegrenzt ist. Deshalb versucht er die extremen Emotionen zu finden und die Realität zu übertreiben. Was ist also das Besondere in „Im Wahn“? In erster Linie das extrem hohe Tempo, es liest sich wie an der Schnur gezogen in einem Stück herunter, ohne komplizierte Wörter und keine in die Länge gezogenen Sätze. Natürlich auch die extreme Brutalität und das abgedroschene Vorgehen der „Hasser“. Des Weiteren ist es bemerkenswert, wie es David Moody schafft, dass man seine Figuren auf Anhieb mag, obwohl er ihnen und den Schauplätzen nicht die geringste optische Ausstrahlung zuteil werden lässt. Ich denke, dass ein großer Teil die Dialoge innerhalb der Familie dazu beitragen, besonders die zwischen Danny und den Kindern, dass man die Protagonisten so sehr mag. Zum Anderen liegt es wohl auch daran, dass Danny mehr oder weniger eine „ Lusche „ ist, der einfach nur faul und bequem ist und ihn David Moody die Geschichte in der „Ich„ Form erzählen lässt. Solch Typen muss man einfach mögen.

Danny McCoyne ist ein junger Mann, der mit seiner Familie ( seiner Partnerin Liz und den Kindern, Edward, Ellis und Josh ) in einer Mietskaserne lebt. Danny ist nicht der Fleißigste und hasst seinen Job, zu dem er jeden Tag mit dem Zug fährt. Eines Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, wohnt er einem brutalen Angriff bei, bei dem eine Frau auf offener Strasse von einem scheinbar fremden Mann mit dem Regenschirm geschlagen und anschließend mit der Spitze erstochen wird. Extrem schockiert und fassungslos tut er die Geschichte als unglaubliches und einmaliges Erlebnis ab. Als aber zwei Tage später auf einem Konzert, welches er mit Liz besucht, der Sänger Amok läuft und über die anderen Bandmitglieder herfällt, überkommt ihn langsam die Angst. Auch die Nachrichtensender im TV berichten von einer zunehmenden Welle der Gewalt, die jeden Tag schlimmer zu werden scheint. Was geht da vor und wie lange dauert es, bis die Welle der Gewalt auch an seiner Haustür ankommt…

 
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